Redenschreiben

Die Palette reicht auch hier von der einfachen Übersetzung bereits existierender deutscher Reden über deren Anpassung und gezielte Lokalisierung für spezifische Zielgruppen bis hin zur Konzipierung einer völlig neuen Rede.

Die Formalien des Redenschreibens sind dem des Artikelschreibens sehr ähnlich, aber für Redner, die in einer anderen Sprache zuhause sind, ist die Aufgabe erheblich komplizierter. Im Gegensatz zu Artikelschreiben muss bei Redenschreiber der Ghostwriter wissen wie gut der Redner Englisch beherrscht. Schon deswegen ist näherer Kontakt zwischen Ghostwriter und Redner unerlässlich.

Die Hauptforderung an eine Geschäftsrede ist die Kürze. Eingeladenen Referenten werden heutzutage kaum mehr als 15 Minuten gewährt. Dies entspricht in etwa 3000 Wörtern in Textform. Eine Ansprache des Gastredners beim Mittagessen etwa zweimal so viel. Was der Redner sagen will muss bündig verpackt werden, in diesem Fall noch dazu in einer Fremdsprache.

Außer der allgemeinen Qualität der Sprache, müssen Reden dem Sprachkenntnisniveau, der beruflich oder national bedingten Terminologie, den Höflichkeitsgepflogenheiten und den kulturellen Empfindlichkeiten der Zielgruppe angepasst sein und auch den Englischkenntnissen des Redners Rechnung tragen.